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Wanderwegekennzeichnung und Beschilderung | Französischer Wanderverband

écrit par Marion BRIS

Die Wanderwege sind mit klar definierten Markierungen in bestimmten Formen und Farben versehen, die es Wanderern ermöglichen, sich leicht zu orientieren. Dieses System wurde 1947 mit der Schaffung der ersten Langstreckenwanderwege (GR®) auf Initiative des Nationalen Komitees für Langstreckenwanderwege, heute FFRandonnée, eingeführt.

Symbole zur Orientierung der Wanderer

Jede Markierung hat eine genaue Bedeutung:

  • Zwei waagerechte Striche (nur einer für PR-Routen) zeigen an, dass Sie auf dem richtigen Weg sind.
  • Ein schräger Pfeil, begleitet von diesen Strichen, kündigt eine Richtungsänderung an, wobei der Pfeil die einzuschlagende Richtung anzeigt.
  • Ein Kreuz aus zwei Strichen bedeutet, dass der Weg falsch ist und nicht begangen werden sollte.
  • Diese Hinweise sind universell, unabhängig von der Art des Weges.

Eine Unterscheidung nach Farbe

Zur Unterscheidung der Routentypen wird ein Farbcode verwendet:

  • Weiß und Rot: GR® (Grande Randonnée), mehrtägige oder mehrwöchige Routen.
  • Gelb und Rot: GR® de Pays, Rundwege, die eine bestimmte Region im Zusammenhang mit ihrem Kulturerbe erkunden.
  • Gelb: PR (Promenade et Randonnée), für Tageswanderungen.
  • Obwohl diese Klassifizierung im Allgemeinen eingehalten wird, haben einige Regionen noch ihre eigenen Codes für PRs.

Eine standardisierte Beschilderung

Die Markierungen messen 10 x 2 cm, eine standardisierte Größe, um Verwechslungen mit anderen Markierungen zu vermeiden. Sie sind in der Regel in Abständen von 150 Metern angebracht, insbesondere an Kreuzungen, aber dieser Abstand kann je nach Gelände und Orientierungsbedarf variieren. Je nach Untergrund können sie gemalt, selbstklebend oder auf Platten befestigt sein.

Das Verständnis der Beschilderung von Wanderwegen

Die Kreuzungen von Wanderwegen sind oft mit Wegweisern ausgestattet, die die wichtigsten Ziele und die zu befolgenden Routen anzeigen. Diese Schilder entsprechen im Allgemeinen den genormten Markierungscodes: Die GR® sind an weiß-roten Markierungen zu erkennen, manchmal begleitet von ihrer Nummer, wenn sie sich mit anderen Routen kreuzen.

Auf diesen Schildern finden sich auch wertvolle Informationen wie der Ort, an dem Sie sich befinden, die Höhe (oben auf dem Schild angegeben) sowie die geschätzten Entfernungen und Gehzeiten zu verschiedenen Sehenswürdigkeiten.

Vielfältige Markierungen je nach Weg

Obwohl die FFRandonnée und ihre Freiwilligen sich bemühen, die Markierungen zu vereinheitlichen, gibt es immer noch regionale Unterschiede. Einige Wege behalten alte oder atypischere Markierungen.

Historische und Jakobuswege

Einige symbolträchtige Routen haben eine spezifische Markierung, die oft mit ihrer Geschichte verbunden ist. Dies ist der Fall des Chemin de Stevenson, des Chemin de Saint-Guilhem, der Via Francigena oder des Chemin d'Urbain V.

Die Wege nach Santiago de Compostela haben eine eigene Beschilderung, die jedoch je nach Region variieren kann. Die europäische Norm sieht eine stilisierte gelbe Muschel auf blauem Grund als Hinweis auf den richtigen Weg vor. Einige Regionen verwenden sie jedoch zur Richtungsanzeige, manchmal in umgekehrter Richtung zum ursprünglichen Sinn. In Spanien ist es üblich, dass die Muschel und ihre Strahlen den Weg weisen, während an anderen Orten das Ende der Muschel als Richtungspfeil dient.

Zusätzlich säumen verschiedene Symbole wie gelbe Pfeile, Bodenmarkierungen oder stilisierte Pilgersilhouetten diese Routen. Trotz dieser Unterschiede ist das Risiko, sich zu verirren, gering, da diese Wege in Frankreich oft GR®-Wege nutzen, deren Markierung standardisiert ist.

Lokale und europäische Markierungen

Neben den offiziellen Markierungen haben einige Gebiete ihre eigene Beschilderung entwickelt:

  • Die blauen Markierungen der Freunde des Waldes von Fontainebleau,
  • Die Drei-Punkte-Markierung in Rot für Nebenwege in den Calanques von Marseille,
  • Das grüne Rechteck, das charakteristisch für den Club Vosgien im Vogesenmassiv ist.
  • Sie können auch auf europäische Markierungen stoßen: Schilder mit einem E gefolgt von einer Nummer, umgeben von der europäischen Flagge. Diese Hinweise sind noch selten und finden sich hauptsächlich an den großen Kreuzungen der europäischen Wanderwege, die größtenteils den GR® folgen, die Frankreich durchqueren.

Vorsicht vor „falschen Freunden“ der Markierung

Nicht alle Markierungen auf Wegen betreffen unbedingt das Wandern. Andere Routentypen haben ihre eigene Beschilderung:

  • Mountainbiken und Radfahren: erkennbar an ihren Markierungen in Form von Kreisen und Dreiecken,
  • Reitwanderungen: Markierung oft orange, visuell ähnlich der der PR®.
  • Es gibt auch Forstmarkierungen, die Verwirrung stiften können. Einige sind in Rot auf Bäume gemalt und können den GR®-Angaben ähneln. Insbesondere die Markierung von Gemeindegrenzen, bestehend aus Rot und Weiß, ist breiter als klassische Markierungen und hat einen zentralen roten Strich, der von zwei weißen Strichen eingerahmt ist.

Letzter Tipp vor dem Start 🚴🏻‍♀️

Wenn Sie die Markierungen Ihrer Route nicht mehr finden, gehen Sie nicht aufs Geratewohl weiter. Kehren Sie zu der zuletzt gesehenen Markierung zurück. Wenn keine sichtbaren Markierungen vorhanden sind, hilft Ihnen eine IGN-Karte oder ein GPS-Gerät, sicher wieder auf den richtigen Weg zu finden.

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